Das Terranische Konglomerat: 

 

Die Menschen haben eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Eine Geschichte voller Kriege und Gewalt. Umso erstaunlicher ist es, dass der Bürgerkrieg von 2067 der letzte wirkliche Krieg darstellt. Die Menschen haben seitdem ständig expandiert und bewohnen nun 62 Systeme. Und das ohne auch nur einen einzigen Krieg mit ihren Nachbarn zu beginnen. Von kleinen Grenzgeplänkeln und Probleme mit Piraten einmal abgesehen. Die einzig wirklichen Gegner für das Terranische Konglomerat stellen die ruulanischen Stämme dar, die immer wieder Kolonien überfallen und plündern. Anfangs wenig mehr als ein Ärgernis, sind sie inzwischen eine ernste Bedrohung. Militärexperten gehen sogar so weit zu behaupten, ein Krieg mit den Ruul sei unabwendbar und nur noch eine reine Zeitfrage.  

 

Jäger- und Schiffsklassen:  

 

Piranha-Klasse: Bei der Piranha-Klasse handelt es sich um den ersten Raumjägertyp, der jemals von den Menschen hergestellt wurde. Seine Feuertaufe erhielt die Piranha-Klasse während des Bürgerkriegs gegen den Mars. Der Jäger hauptsächlich dafür eingesetzt die  Blockade um den Mars aufrecht zu erhalten. Nach Ende des Krieges wurde der Jäger zur Piratenjagd oder zur Unterbindung des Schmuggels eingesetzt. Zu Beginn der Feindseligkeiten gegen die Ruul kam der Jäger dann erneut in großen Stückzahlen zum Einsatz, als das Terranische Konglomerat verzweifelt die Ursus-Kolonie verteidigte. Den terranischen Militärs wurde jedoch schnell klar, dass die Piranha-Klasse im Kampf gegen die Ruul schnell ins Hintertreffen geraten würde. So wurden fortschrittlichere Klassen entworfen und der Piranha wird seit 2125 nur noch von planetaren Milizen eingesetzt.




Poseidon-Klasse: 2088 in Dienst gestellt, diente die Poseidon-Klasse fortan dazu, als erstes interstellares Großkampfschiff die neu gegründeten Kolonien zu schützen. Die Poseidon-Klasse verfügte noch weder über Schildemitter, noch über Torpedosysteme oder künstliche Schwerkraft, spielte jedoch trotzdem eine enorme Rolle bei der ursprünglichen ruulanischen Invasion auf Ursus, die vierzig Jahre später zum verheerenden Ruul-Krieg führen sollte. Die Poseidon-Klasse wurde 2106 ausgemustert und endgültig von der Hades-Klasse ersetzt.





Apollo-Klasse: Der Angriffskreuzer der Apollo-Klasse war neben der Poseidon-Klasse das erste terranische Kriegsschiff im All und dafür zuständig, die neu gegründeten Kolonien zu schützen. Seine Dienstzeit betrug jedoch weniger als zwanzig Jahre, da das Schiff weder über künstliche Schwerkraft noch über Schutzschilde verfügte. Sie wurde recht bald von Schiffen wie der Night-Klasse ersetzt. Trotzdem gilt sie als hoch geachtetes Schiff, das eine große Rolle bei den Schlachten von Ursus und New Born spielte.





Zerberus-Klasse: Die 2135 in Dienst gestellte Zerberus-Klasse ist ein Raumüberlegen-heitsjäger. Sie erhielt ihre Feuertaufe während der Saturn-Schlacht, in der das Schlachtschiff TKS Berlin sich im heimatlichen Solsystem gleich gegen zwei brandneue ruulanische Schlachtträger der Tartarus-Klasse behaupten musste. Seitdem entwickelte sich dieser robuste Jäger zum Arbeitstier der terranischen Jägerflotte und durchlebte zahlreiche Einsätze. Der Zerberus ist mit  Zwillingslasergeschützen in beiden Tragflächen ausgerüstet, einem schweren Laser unterhalb des Cockpits und acht Aufhängungen für Raketen unterhalb der Tragflächen. Außerdem verfügt er über einen Schutzschildgenerator. Damit ist er bestens für die brutale Feuerkraft der ersten Frontlinie gewappnet.

 

 

 Spectre-Klasse: Bei der 2143 in Dienst gestellten Spectre-Klasse handelt es sich um einen taktischen, bodengestützten Jagdbomber. Der Spectre ist mit seinen fünfundzwanzig Metern Spannweite zu groß, um an Bord von Trägerschiffen oder Schlachtträgern stationiert zu werden. Aus diesem Grund werden die Spectre eingesetzt, um Flottenbasen und wichtige Kolonien zu schützen. Funktion des Spectre ist es, mit seiner beeindruckenden Bewaffnung feindliche Großkampfschiffe zu attackieren, Präzisionsangriffe durchzuführen und somit zu neutralisieren. Auch vor schwer bewaffneten ruulanischen Schlachtträgern schrecken Spectre-Staffeln nicht zurück. Seine Feuertaufe erhielten die Spectre während der ersten Schlacht von Fortress, in der sie für den Abschuss von nicht weniger als siebenundzwanzig feindlichen Großkampfschiffen verantwortlich waren. Auch während der zweiten Schlacht von Serena wurde dieser Zwei-Personen-Jagdbomber-Typ sehr erfolgreich eingesetzt. 

 

 Puma-Klasse: Bei der Puma-Klasse handelt es sich um eine leichte Fregatte. Mit ihren 250 m Länge und 200 Besatzungsmitgliedern ist es das kleinste Schiff der terranischen Marine. Vorrangig dient es der Aufklärung und zur Abwehr feindlicher Jägerangriffe.    

 

 

 

Norfolk-Klasse: Mit 400 m Länge und 350 Mann Besatzung ist der Norfolk-Zerstörer nur wenig größer als die Puma-Klasse. Dieser schnelle Zerstörer wird hauptsächlich zur Unterstützung größerer Einheiten eingesetzt.    

 

Blizzard-Klasse: Die Blizzard-Klasse ist ein relativ neuer Zerstörertyp und eine Weiterentwicklung der Norfolk-Klasse. Das auf Geschwindigkeit ausgelegte Schiff wird hauptsächlich für Kurierdienste eingesetzt und für sämtliche Aufgaben, bei der die Admiralität der Geschwindigkeit Vorrang vor Feuerkraft gibt. Aus diesem Grund wird sie auch gern eingesetzt, um die offenen Grenzen einer größeren Flottenformation zu patrouillieren. 

 

Falcon-Klasse: Der Leichte Kreuzer der Falcon-Klasse ist ein mittelgroßes Kampfschiff in Wachgeschwadern oder beim Konvoidienst.  

 

Hermes-Klasse: Die Hermes-Klasse ist das schnellste Schiff in Kreuzergröße der terranischen Flotte (die Bezeichnung Hermes ist nicht zufällig gewählt). Für ihre Größe ist sie allerdings unterbewaffnet und schwach gepanzert. Ein Zugeständnis an ihre Geschwindigkeit. Allerdings wird sie aufgrund dieser Eigenschaften sehr gern zur Piratenjagd oder zur Überwachung einer Blockade eingesetzt. Sie ist schnell genug, um Schmuggler, Piratenschiffe oder Blockadebrecher abzufangen und ihre Bewaffnung reicht allemal aus, um mit Piraten und anderem Gesindel fertig zu werden.  

 

Night-Klasse: Bis vor Kurzem der gebräuchlichste Schwere Kreuzer im Arsenal der Flotte. Er bietet eine gute Balance von Geschwindigkeit, Panzerung und Bewaffnung und ist in einem breiten Missionsspektrum einsetzbar.  

 

Sioux-Klasse: Der 2139 in Dienst gestellte Schwere Kreuzer der Sioux-Klasse ist der Stolz der terranischen Kreuzerbauprogramme. Mit 550 Meter und 800 Mann Besatzung liegt dieses Schiff bei allen Schiffsklassen gut im Mittelfeld. Dank seiner hervorragenden Bewaffung, seiner verbesserten Zielerfassung und seiner starken Panzerung kann es die Sioux-Klasse auch leicht mit Schiffen aufnehmen, die deutlich über seiner Gewichtsklasse liegen. So gingen Ende 2139 zwar zwei Schiffe dieses Typs während eines Gefechts in der Nähe der Helsinki-Kolonie verloren, doch vorher zerstörten sie insgesamt fünf feindliche Schiffe (darunter drei Kreuzer) und schossen zwei weitere manövrierunfähig.  

 

Achilles-Klasse: Ein leichter Begleitträger, der oft zur Verteidigung einer Kolonie oder als Geleitschutz eines Konvois eingesetzt wird. Seine Hangars bieten Platz für vier komplette Jagdgeschwader zu je 12 Jägern.  

 

Hades-Klasse: Ein inzwischen etwas veraltetes, aber immer noch hoch geachtetes Schlachtschiff. Es kann dank seiner Größe und Bewaffnung mit so gut wie jeder Bedrohung fertig werden.  

Die Hades-Klasse ist seit dem späten 21. Jahrhundert im Dienst und kann auf viele erfolgreiche Einsätze zurückblicken. Ursprünglich wurden in der Hades-Klasse Jägerhangars verbaut, wodurch sie als Urahne der späteren Schlachtträger gilt. Nach der Umrüstung im Jahr 2136 wurden die Jägerhangars allerdings durch größere Torpedomagazin ersetzt, was es dem Schiff erlaubt, während eines Gefechts länger durchzuhalten, ohne einen Nachschubtender anfordern zu müssen.

Eines der berühmtesten Schiffe dieser Klasse ist wohl die TKS Berlin, die bereits im Jahr 2135 in der Saturn-Schlacht kämpfte und auch wesentlichen Anteil an der Niederschlagung des Putschs hatte.


 

 

 

 


 

Nemesis-Klasse: Der Stolz der terranischen Marine. Der erste Schlachtträger-Typ, der je gebaut wurde. 900 Meter lang, 6.500 Mann Besatzung, zuzüglich einem Marine-Regiment von 1.500 Mann. Ein Hybridschiff, das die Vorteile von Trägern und Schlachtschiffen vereint. Die Nemesis-Klasse ist zwar verhältnismäßig langsam, aber ihre Feuerkraft ist ehrfurchtgebietend. Kritiker sagen sogar, sie sei überbewaffnet. Zusätzlich zu ihrem umfangreichen Waffenarsenal verfügt die Nemesis-Klasse noch über 600 Jäger. Das Jägerkontingent besteht aus schnellen und wendigen Arrow-Abfangjägern, schwer bewaffneten Zerberus-Raumüberlegenheitsjägern und tödlichen Skull-Bombern.  

 

Shark-Klasse: Das neueste Schlachtschiff-Modell im Arsenal des Terranischen Konglomerats. Die Shark-Klasse wurde entwickelt, um mit den immer größeren Stückzahlen der ruulanischen Flotte mithalten zu können. Obwohl mit ca. 780 Metern Länge fast dreißig Prozent kleiner als ältere Schlachtschiff-Typen ist die Shark-Klasse wesentlich schwerer bewaffnet. Durch das äußerst fortschrittliche, platzsparende Design und die weitgehende Automatisierung einiger Subsysteme konnten  (im Vergleich zu älteren Schlachtschiff-Klassen) fast eintausend Besatzungsmitglieder pro Schiff eingespart werden, wodurch diese Schiffsklasse mit 2.200 Besatzungsmitgliedern für ein Schlachtschiff beinahe schon unterbesetzt erscheint. Aufgrund ihrer exzellenten taktischen Systeme und ihrer enormen Widerstandfähigkeit werden Schiffe dieses Typs häufig als Kommandoschiffe eingesetzt. Davon abgesehen, sind Shark-Klasse-Schlachtschiffe ausschließlich in der vordersten Front zu finden. Es ist ihre vornehmliche Aufgabe, den Feind auf große Entfernung mit ihren Torpedos anzugreifen und seine Linien auszudünnen, bevor es zum Nahkampf kommt.  

 

Die ruulanischen Stämme (oder einfach die Ruul): 

 

Die Ruul sind ein Volk, dessen Ursprung bis heute fast völlig im Verborgenen liegt. Es handelt sich um Nomanden, die in komplizierten Stammes- und Familien-strukturen leben. Hin und wieder überfallen sie abgelegene Kolonien auf der Suche nach Rohstoffen oder Sklaven. Ihre Schiffe sind terranischen Einheiten unterlegen, weshalb es bisher kaum zu größeren Gefechten mit ihnen kam. Durch ihre kriegerische Natur kommt es nicht selten zu internten Machtkämpfen, die sogar zu regelrechten Stammesfehden ausufern können. Im Regelfall werden diese Fehden durch den ruulanischen Ältestenrat beendet, bevor diese eskalieren können. Geschieht dies jedoch nicht, kann es passieren, dass die unterlegene Partei im Verlauf des Kampfes gänzlich ausgelöscht wird.  

Die Ruul nennen die Menschen oftmals "nestral`avac". Frei übersetzt bedeutet es soviel wie "Warmblüter". Bei den Ruul ist dies ein abwertendes Schimpfwort, das beinahe schon ans Obszöne grenzt. 

 

Da (wie bereits erwähnt) recht wenig über die Ruul bekannt ist, wurden für die einzelnen Schiffsklassen Code-Namen des terranischen Militärs vergeben:   

 

Reaper-Klasse: Der ruulanische Standard-Jäger. Er verfügt über keine Schilde und über weniger Panzerung als zum Beispiel die terranische Zerberus- oder Spectre-Klasse, verfügt aber über eine höhere Geschwindigkeit und überragende Manövrierfähigkeit. Die ruulanische Reaper-Klasse wird bei Piloten der Koalition aufgrund ihrer Vielseitigkeit gefürchtet. Bei allen bisher mit den Ruul geführten Schlachten, war der Reaper in der ersten Angriffslinie zu finden. 




Hunter-Klasse: Ein schneller, wendiger und leicht bewaffneter Zerstörer, den man aufgrund seiner Geschwindigkeit weniger in Frontverbänden findet, sondern eher in den gefürchteten Überfallkommandos der Ruul. Die Überfallkommandos der Ruul operieren meistens hinter der Frontlinie auf feindlichem Territorium und greifen abgelegene Kolonien an, auf der Suche nach Sklaven oder Rohstoffen für ihre stets hungrige Kriegsmaschinerie. 

 

Typ-8-Kreuzer: Das "Arbeitstier" der ruulanischen Kriegsflotte und die Schiffsklasse, die von den Ruul am meisten eingesetzt wird. Verglichen mit terranischen Kreuzern kann man dieses Schiff nur als hoffnungslos unterbewaffnet bezeichnen, doch wird es von den Stämmen in Massen eingesetzt, sodass sich terranische Offiziere durchaus in Acht nehmen müssen. Die Ruul zu unterschätzen könnte tödlich enden. 

Anmerkung: Die Kreuzer-Typen 1-7 erwiesen sich als nicht effizient genug und wurden von den Ruul schon bald wieder ausgemustert.  

 

Modifizierter Typ-8-Kreuzer: Nach dem Technologidiebstahl von den Menschen, gelang es den Ruul Schildemitter und Torpedoabschussanlagen auf ihren Kreuzern zu installieren. Dieses Schiff ist das Endergebnis. Einem terranischen Kreuzer ist es in den meisten Fällen noch immer unterlegen, doch der Abstand ist nun weit geringer, als es die Admiralität auf der Erde gern gesehen hätte.   

 

Firewall-Klasse: Das ruulanische Kampfschiff der Firewall-Klasse ist eigentlich als Schwerer Kreuzer klassifiziert, tatsächlich handelt es sich jedoch um einen Angriffskreuzer. Die Firewall-Klasse wird von den Ruul erst seit relativ kurzer Zeit in größeren Stückzahlen produziert und ist als direkte Antwort auf die neuen und verbesserten Schiffsklassen der Koalition zu verstehen. Die Ruul waren gezwungen, ein neues und hochmodernes Schiff zu entwickeln, um zum Beispiel mit Schiffen wie der terranischen Shark-Klasse mithalten zu können. Die Feuerkraft der Firewall-Klasse ist beängstigend und ein Albtraum für jeden Schiffskommandanten der Koaltition. Schwere Kreuzer der Firewall-Klasse treten inmitten einer ruulanischen Flottenformation meistens in Gruppen zu drei oder vier Schiffen auf, was sie besonders gefährlich macht. 

 

Predator-Klasse: Ein Schlachtschiff. Einem Hades-Schlachtschiff zwar unterlegen, aber man muss bedenken, dass ruulanische Schiffe niemals allein operieren. Im Verband mit mehreren anderen Schlachtschiffen und unterstützt von modifizierten Typ-8-Kreuzern stellen sie eine ernste Bedrohung dar.  

 

Tartarus-Klasse: Der Inbegriff des Todes. Und der Höhepunkt ruulanischer Technologie. Oder man sollte besse sagen, der Inbegriff ruulanischer Technologie und gestohlener menschlicher Technologie. Der ruulanische Schlachtträger der Tartarus-Klasse kann es mit jedem menschlichen Schiff aufnehmen, inklusive der Nemesis-Klasse. Die Ruul besitzen zwar keine Bomber, aber an Bord dieses Schiffes sind Schwärme von Reapern (die Standard-Jäger der Ruul) stationiert, die jeden Gegner durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit in die Knie zwingen können.  

 

Die Til-Nara-Hegemonie: 

 

Die Til-Nara sind ein insektoides Volk, das einen Raumbereich nahe des Konglomerats bewohnt. Militärisch stark und äußerst zahlreich leben sie lieber für sich und suchen nicht den Kontakt zu anderen Völkern. Diese Desinteresse an anderen Rassen mit Schwäche oder gar Pazifismus zu verwechseln, wäre ein großer Fehler. Es ist nicht ratsam, sich in ihre Angelegenheiten zu mischen oder sie zu reizen. Die Reaktion wäre sehr ... unerfreulich. Sie sind extrem anpassungsfähig und können dank ihrer Physiologie in nahezu jeder Umgebung überleben. Dadurch war es ihnen möglich, sich über einen relativ großen Bereich der Milchstraße auszubreiten. Selbst auf jenen Welten, die die meisten anderen Rassen als lebensfeindlich einstufen würden. Ihren Schiffen mangelt es an Manövrierfähigkeit, jedoch machen sie dies durch ihre Bewaffnung mehr als wett.  

 

Die Til-Nara sind im Grunde ein recht einfach gestricktes Volk. Sie bauen nur sehr wenige Schiffsklassen, dafür aber sehr gute und vielseitig einsetzbare:   

 

Dragonfly: Die Til-Nara besitzen nur einen einzigen Jägertyp, den Dragonfly. Der Jäger ist nach menschlichen Maßstäben nur als unterbewaffnet und verletzlich einzustufen. Er verfügt über keine Schilde, nur eine einzige Bordwaffe und ist so gut wie nicht gepanzert. Doch  es gibt einen Grund, weshalb sich der Dragonfly bei den Til-Nara durchgesetzt hat. Er ist wendig, vielseitig einsetzbar und wird in Massen produziert. In der Schlacht folgen die Til-Nara-Piloten keiner Schlachtordnung oder Formation. Sie greifen in einem riesigen Schwarm an und überwältigen das Ziel mit ihrer gewaltigen Anzahl. Die Til-Nara selbst besitzen keinen Namen für diesen Jägertyp. Daher hat der menschliche Geheimdienst MAD dem Jäger aus offensichtlichen Gründen den Codenamen "Dragonfly" gegeben.

 

 Beren`kal: Eine kleine nicht-hyperraumfähige Korvette (6 Mann Besatzung), die von den Til-Nara in Massen produziert und zur Systemverteidigung eingesetzt wird.  

 

Aren`o: Ein Trägerschiff der Aren`o-Klasse ist im Prinzip ein riesiger Hangar, um den ein Raumschiff gebaut wurde. In seinem gewaltigen Bauch finden Tausende von Dragonfly-Jägern Platz. Das Schiff selbst ist unbewaffnet und auf den Schutz größerer Einheiten angewiesen. Hat es den nicht bzw. sind seine Jäger zerstört, ist es jeglichem Angriff schutzlos ausgeliefert.  


 

Korin`tai: Mit fortschreitendem Kriegsverlauf, waren die Til-Nara gezwungen, ein Kriegsschiff zu entwickeln, das kleiner als ein Schlachtkreuzer ist, aber schlagkräftig genug, um sich der großen Anzahl ruulanischer Kampfschiffe effektiv entgegen stellen zu können. Das Ergebnis ist der Schwere Kreuzer der Korin`tai-Klasse. Er dient vorwiegend dazu, Schlachtkreuzer-Geschwader zu unterstützen und feindliche Angriffsspitzen zu brechen, bevor sie den größeren Til-Nara-Schiffen überhaupt zu nahe kommen können.

 

Agri`nai: Schlachtkreuzer der Agri`nai-Klasse sind das Rückgrat der Til-Nara-Flotte. Man könnte sagen, sie entsprechen einem terranischen Schlachtschiff, auch wenn sie nicht über ein derart ausgedehntes Waffenarsenal verfügen. Sie besitzen keine Schutzschilde und sind nur schwach gepanzert, dafür gehört zu ihrem gewaltigen Waffenarsenal eine Lenkwaffe, die terranische und ruulanische Torpedos mit Leichtigkeit abwehren und im Gegenzug Schiffen erheblichen Schaden zufügen kann. Einem Agri`nai möchte man lieber nicht begegnen.  

 

Die Asalti: 

 

Die Asalti sind ein zutiefst pazifistisches Volk. Die Mitglieder dieser Spezies sind in der ganzen Galaxis hoch angesehen als ehrliche Kaufleute, begabte Künstler und versierte Handwerker. Das Asalti-System ist weder strategisch wertvoll, noch verfügt es über Ressourcen, die für andere Völker interessant wären. Dies mag ein Grund mehr sein, weshalb die Asalti nie von anderen Völkern bedroht oder ihr System erobert wurde. Die Asalti unterhielten zwar zum Terranischen Konglomerat diplomatische Beziehungen, zogen es jedoch vor, weitgehend unter sich zu bleiben. Dies gestattete es ihnen, ihre pazifistische Gesinnung auszuleben. Dies änderte sich praktisch über Nacht mit der ruulanischen Invasion von 2143.

In den Nachwehen der Invasion formierte sich der Asalti-Widerstand. Einige Asalti - vorwiegend jüngere Mitglieder dieser Spezies - gaben ihre pazifistische Gesinnung auf und stellten sich dem Kampf. Unterstützt werden sie dabei vom terranischen Militär, das sie mit Schiffen, Waffen und Ausrüstung versorgt. Der Asalti-Widerstand lebt und kämpft nur für den Augenblick, an dem die Ruul vertrieben werden, in der Hoffnung, eines Tages ihre Heimat zurückerobern zu können.

 

Die Nerai-Sphäre:

 

Die Nerai sind eine Unterspezies der Til-Nara, die sich vor sehr langer Zeit von ihren entfernten Vettern abgespalten hat. Verständlicherweise waren die Til-Nara nicht sehr erbaut von den separatistischen Ambitionen der Nerai, weshalb beide Spezies bis zum Ausbruch des Ruul-Krieges nahezu ununterbrochen im Kriegszustand waren. Auseinandersetzungen waren praktisch an der Tagesordnung und selbst jetzt noch - mehrere Tausend Jahre nach der Abspaltung - betrachten die Til-Nara das Hoheitsgebiet der Nerai als abtrünnige Provinz.

Die Nerai bewohnen einen Raumsektor von beinahe kreisrunder Form. Es ist nicht bekannt, wieviele Systeme diese insektoide Rasse kolonisiert hat, da sie gegenüber fremden Völkern nur wenig bis gar kein Vertrauen empfinden. Sie bleiben lieber unter sich. Eines ist jedoch bekannt. Während der ersten Welle der ruulanischen Invasion, verloren die Nerai beinahe ein Drittel ihrer Systeme. Der hohe militärische Erfolg der Ruul vor allem in der Anfangsphase des Krieges ist nicht zuletzt darin begründet, dass die Nerai achtzig Prozent ihrer Streitkräfte im Grenzgebiet zu den Til-Nara konzentriert hielten. Wie sich herausstellte, ein fataler Fehler, da die Nerai ihre Truppen nicht schnell genug umgruppieren konnten, um den Ruul in adäquater Form entgegenzutreten. Die Nerai waren auf einen Konflikt dieser Größenordnung absolut nicht vorbereitet.

Doch, wer war das schon?

Die Einheiten der Nerai entsprechen in Form und Funktion weitgehend den Til-Nara-Einheiten. Zwar gibt es nach Jahrtausenden der Abspaltung natürlich Unterschiede, doch die sind eher zu vernachlässigen.

 

Das Sca`rith-Königreich:

 

Die Sca`rith bewohnen einen Bereich des Weltraums an der linken Flanke des terranischen Raums und oberhalb des Meskalno-Gebietes. Bei den Sca`rith handelt es sich im Grunde um eine Spezies, die sich aus Raubkatzen entwickelt hat - und sie sind kurz gesagt Piraten.

Bei ihnen ist es ein Volkssport, Händler und Frachterkonvois aufzubringen, um an die Ladung zu kommen. Trotz ihrer Nähe zu den Menschen, haben sie sich nie mit denen angelegt. Vermutlich aus Angst vor einer tödlichen Reaktion.

Ihre bevorzugten Ziele sind die Handelsflotten der Meskalno. So mancher einer behauptet sogar, sie täten das nur, um diese zu ärgern.

Die Sca`rith sind ein Königreich, wobei diese Bezeichnung nicht dieselbe Bedeutung hat, wie bei anderen Völkern. Der Titel des Sca`rith-Königs ist nämlich nicht erblich, sondern wird in Kämpfen der komplizierten Clankultur erworben. Somit ist der beste Kämpfer dieses Volkes auch gleichzeitig ihr König.

Vor dem Krieg bewohnten die Sca`rih etwa vierzig Systeme. Dank der Ruul ist dieses Gebiet nun auf zweiundzwanzig geschrumpft.

Wie bei Piraten nicht anders zu erwarten, verfügen sie nicht über viele Großkampfschiffe, sondern verlassen sich zum Großteil auf leichte, schnelle Angriffskreuzer. Diese setzen sie dann in überfallartigen Angriffen im guerillastil ein. Dies taten sie so effektiv, dass sie die ruulanische Invasion in ihrem Sektor praktisch im Alleingang zum Stehen brachten. Böse Zungen wenden hingegen ein, dass es wohl auch daran lag, dass die Ruul hauptsächlich mit den Menschen und Til-Nara abgelenkt waren.

 

Die Sca`rith verfügen nicht über Raumjäger, jedoch über zwei erwähnenswerte Schiffsklassen:

 

Schneller Angriffskreuzer der Epperem-Klasse: Epperem bedeutet übersetzt so viel wie "pirschender Jäger" und diese Bezeichnung trifft auch die Funktion des Kampfschiffes recht gut. Dieses schnelle und leichte Schiff wird von den Sca`rith in Massen eingesetzt und mit Überfällen setzen sie dem Feind solange zu, bis er entweder vernichtet ist oder den Rückzug antretet.  

Hin und wieder sind es jedoch auch die Sca`riht, die vernichtet werden.

 

Schlachtschiff der Torolsel-Klasse: Torolsel bedeutet frei übersetzt "plumper Tod" und auch diese Bezeichnung trifft zu. Die Sca`rith verfügen nur über eine Handvoll dieser übergroßen Kriegsschiffe. Sie sind schwerer bewaffnet als Schlachtschiffe der Shark-Klasse und größer als alte Schlachtschiffe der Hades-Klasse. Die Sca`rith setzen sie nur ein, um wichtige Planeten zu schützen. Seit Beginn des Krieges ist die ohnehin schon geringe Anzahl dieser Schiffe noch weiter geschrumpft. Die Sca`rith schafften es, ihre letzten Schiffe dieses Typs zu retten, indem sie sie aus den schlimmsten Kämpfen heraushielten. Die Sca`rith verstecken sie seither an einem streng geheimen Ort, um auf den Tag zu warten, an dem es sich lohnt, die Schlachtschiffe der Torolsel-Klasse gegen die Ruul in Marsch zu setzen und diese endgültig zu vertreiben.

 

 

 

 

 

Die Meskalno:

 

Die Meskalno sind das einzige Volk, das von den Ruul bisher in keiner Weise bedroht oder angegriffen wurde. Dies liegt an einer einfachen Tatsache: Die Hoheitsgebiete der Sca`rith, der Menschen und der Til-Nara liegen zwischen den Meskalno und den aggressiven Ruul.

Die Meskalno sind ein theokratisch regiertes Volk aus Händlern. Für sie steht nicht über ihren Handelsinteressen. Aus diesem Grund haben sie sich auch der Allianz gegen die Ruul angeschlossen. Viele Planeten, mit denen die Meskalno früher Handel betrieben, sind nun von den Ruul besetzt. Die Meskalno kümmern sich um Logistik und Nachschub, da sie nicht nur über die größten Frachterflotten des bekannten Weltraums verfügen, sondern auch noch über den schnellsten Hyperantrieb (die Meskalno sind das älteste, bekannte raumfahrende Volk).

Optisch sind die Meskalno für Menschen eher gewöhnungsbedürftig. Sie haben entfernt Ähnlichkeit mit einer Gottesanbeterin, wobei sie jedoch eine blaue Haut und ein zusätzliches Paar Gliedmaßen besitzen. Darüber hinaus sind die Meskalno Methanatmer. Außerhalb ihrer Schiffe tragen sie ständig eine Maske und einen Tank mit ihrer benötigten Atmosphäre mit sich herum. 

Die Meskalno besitzen kein Militär per se, da es für sie nie die Notwendigkeit bewaffneter Streitkräfte gab. Ihre Handelsschiffe sind jedoch stark gepanzert und schwer bewaffnet. Einige ihrer Schiffe sind sogar stärker bewaffnet als terranische Schwere Kreuzer der Sioux-Klasse. 

 

 

 

 

 

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